Wie funktioniert eine Videoüberwachung?

Wozu kann Videoüberwachung verwendet werden?

Videoüberwachung ist aus vielen Bereichen des täglichen Lebens nicht mehr wegzudenken. Zu diesen Bereichen gehören alle, bei denen die Sicherheit von Menschen oder Wertgegenständen wichtig ist. Bei Banken und Museen werden ebenso Anlagen zur Videoüberwachung eingesetzt wie in Geschäften oder Privathaushalten. Auch zur Produktionssteigerung oder zur Vorbeugung von Arbeitsunfällen können Kameras eingesetzt werden.

  • Schutz vor Diebstählen: Videoüberwachung kann zum Schutz vor Diebstählen und Einbrüchen dienen. Die Täter werden beim Vorhandensein von Videokameras abgeschreckt. Falls etwas gestohlen wird, dient die Videoüberwachung zur Identifizierung und zur Aufklärung der Straftat. Inventurdifferenzen und Warenschwund können in videoüberwachten Räumen messbar zurückgehen.
  • Vandalismus vorsorgen: Auch vor Vandalismus kann Videoüberwachung schützen. Bei vandalensicheren Aussenkameras liegen die Kabel geschützt im Inneren und das Gehäuse ist besonders robust. Ein angeschlossener Digitalrekorder mit Alarmfunktion benachrichtigt den Wachdienst oder die Polizei.
  • Prozessoptimierung: Mit der geeigneten Videoüberwachung werden industrielle Prozesse optimiert. Dabei überwachen spezialisierte Videolösungen die Liefer- und Produktionsprozesse. Die optischen Sensoren können vielfältig eingesetzt werden, denn sie sind in der Lage, qualitative Kontrollen vorzunehmen. Somit wird der Ausschuss minimiert.
  • Arbeitssicherung: Bei der Videoüberwachung zur Arbeitssicherung werden Kameras mit Bewegungsdetektoren eingesetzt. Falls jemand den Gefahrenbereich betritt, wird eine Warnung ausgesendet, das Personal informiert oder die Geräte abgeschaltet.
    Überwachung von öffentlichem Raum wird immer wichtiger. Bei Veranstaltungen erleichtern Kameras, den Überblick zu behalten. So können unerwartete Situationen schneller bewältigt werden. Moderne Kameras beobachten, zeichnen auf und informieren bei Bedarf Sicherheitskräfte. Den Opfern wird geholfen, indem Täter schneller identifiziert werden.

Videoüberwachung einfach erklärt – wie funktioniert eine Videoüberwachung?

Videoüberwachung kann mit einer einzelnen Kamera durchgeführt werden. Überwachungssysteme hingegen beinhalten mehrere Kameras und zumindest ein Gerät, auf dem die Aufnahmen aufgezeichnet werden. Es gibt netzwerkgebundene Kameras, WLAN-Kameras oder Hybridsysteme. Die Daten werden auf der Festplatte im PC, einem Rekorder oder direkt in der Speicherkarte der Kamera gespeichert. Verwaltet werden die Daten der Videoüberwachung über die mitgelieferte Software oder direkt über einen Netzwerkrekorder.

Auf die Daten kann wahlweise über die Speicherkarte der Kamera, des Rekorders oder des Computers zugegriffen werden. Bei manchen Videoüberwachungsanlagen können die Daten aus der Ferne via IP-Adresse, Software oder App abgerufen werden. Moderne Systeme lassen sich aus der Ferne bedienen und übermitteln das Geschehen in Echtzeit.

Analoge oder digitale Videoüberwachung?

Videoüberwachung verwendet grundsätzlich zwei Systeme: analoge und digitale Technik. Daneben werden die Überwachungskameras in HD-SDI-Kameras, HD-TVI-Kameras und HD-CVI-Kameras eingeteilt. Je nach Anforderungen an die Videoüberwachung wird Ihr Fachmann das richtige System auswählen.

  • Analoge Überwachungskameras geben die Aufnahmen über ein Videokabel an einen Monitor weiter. Sie digitalisiert die Aufnahmen für die weitere Bearbeitung. Vor dem Senden müssen die Daten umgewandelt werden, damit sie von einem analogen Gerät verwendet werden können. Analog-Kameras verwenden keinen eigenen Web-Server und haben auch kein Programm zur Datenverschlüsselung. Die analoge Videoüberwachung ist vergleichsweise preiswert und liefert die Daten in hoher Qualität. Da sie leicht aufzubauen ist, eignet sie sich für so gut wie jeden Anwendungsbereich.
  • Digitale Überwachungskameras können die analogen Bilder digitalisieren und komprimieren. Die Daten werden über Ethernet an einen Rekorder oder an einen Computer versendet. Zu den digitalen Überwachungskameras gehören die Netzwerkkameras (IP-Kameras). Sie werden direkt über eine IP-Adresse angesteuert und bedient und enthalten neben der Kameratechnologie einen Webserver. Dieser versendet und komprimiert die Daten.

Eigenschaften der Geräte zur Videoüberwachung

Das Auge der Videoüberwachung ist die Kamera. Moderne Geräte verbessern die Aufnahmen automatisch. Sie können den Pegel des Videosignals verstärken, um die Lichtverhältnisse auszugleichen. Sie passen die Farbtemperatur an und können die Helligkeit ändern. Bei schlechten Lichtverhältnissen unterdrücken die Kameras das Bildrauschen. Mit der PTZ-Funktion (Pan/tilt/zoom) kann die Kamera manuell geschwenkt, geneigt und das Bild vergrössert werden.

Für die Videoüberwachung in der Nacht oder bei schlechten Lichtverhältnissen gibt es IR-LEDs, die das Kameraumfeld ausleuchten. Über ein On Screen Display (OSD) wird die Videoüberwachung bequem über den Monitor bedient. Um die Bilder mehrerer Kameras auf einmal anzuzeigen, wird die PIP-Funktion (Picture in Picture)verwendet.

Eine andere Möglichkeit ist, ein Bild über das andere zu legen. Wide Dynamic Range bedeutet, dass das Bild mehrmals mit unterschiedlichen Belichtungszeiten belichtet wird. So werden starke Unterschiede in Kontrast und Helligkeit ausgeglichen.

Vorteile einer modernen Videoüberwachung

Mit einer modernen Videoüberwachung gibt es einige Vorteile. Wenn der öffentliche Raum überwacht wird, können Täter nach einer Straftat schneller identifiziert werden. Bei öffentlichen Plätzen und Bereichen gibt es einen besseren Überblick über das Geschehen. Das Vorhandensein von Kameras kann Straftäter schon im Vorfeld abschrecken. Der Aufwand von Personal und Kosten bleibt dank einer hohen Überwachungsreichweite überschaubar.

Videoüberwachung für Gewerbetreibende oder Private kann jederzeit an das individuelle Sicherheitsgefühl angepasst werden. Sie lässt sich leicht erweitern, auch das Bedienen der Software ist einfach zu erlernen. Die Geräte sind bei einer guten Videoüberwachung mit anderen Lösungen der Sicherheitstechnik kombinierbar. So kann etwa eine Kamera bei detektierter Bewegung die Alarmzentrale aktivieren. Diese wiederum alarmiert die Polizei oder den Sicherheitsdienst, riegelt Bereiche ab oder trifft andere Massnahmen

Was gibt es vor einer Installation zu beachten?

Wenn Bereiche durch eine Videokamera überwacht werden sollen, müssen Gesetze beachtet werden. Oft werden die Kameras falsch montiert. Private dürfen nur den eigenen Bereich filmen. Auf den Aufnahmen dürfen weder Trottoir oder Grundstücke der Nachbarn zu sehen sein. Wenn eine Person einen überwachten Bereich betritt, so ist diese über die Überwachung zu informieren.

Falls in Wohnräumen eine Kamera installiert ist, müssen die Gäste zumindest mündlich darüber informiert werden. Die Aufnahmen müssen sicher verwahrt werden, dritte Parteien dürfen nicht darauf zugreifen können. Geschäfte müssen Videoaufnahmen nach 24 Stunden wieder löschen.