Melasma: Wie entsteht es und wie wird es behandelt?

Viele Frauen kennen das Problem – nach einer Schwangerschaft treten überraschend Verfärbungen im Gesichtsbereich auf. Diese sind vor allem oberhalb der Oberlippe zu entdecken. Dieses Form der Hyperpigmentierung nennt sich Melasma. Sie tritt mitunter grossflächig auf und ist an dunklen Verfärbungen zu erkennen. Dabei ist diese Pigmentierung nicht nur auf den Gesichtsbereich beschränkt. Mitunter finden sich die Verfärbungen auch in anderen Bereichen des Körpers. Sie haben diese Makel an sich bemerkt und wollen dem Problem nun auf den Grund gehen? Dann sind Sie hier genau richtig. Lesen Sie hier weiter und erfahren Sie mehr zu dem Thema: Melasma – wie beugt man den Pigmentflecken am besten vor? Wertvolle Tipps und Tricks warten ebenfalls auf Sie.

Wodurch wird ein Melasma ausgelöst?

Um der Frage nachzugehen, wodurch ein Melasma ausgeöst wird, ist zunächst wichtig zu wissen, dass das Pigment Melanin zuständig ist für die Bildung von Augenfarbe, Haarfarbe und Hautfarbe. Dabei haben gewisse Faktoren von aussen Einfluss auf die Menge des produzierten Melanins. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem

  • Sonneneinwirkung,
  • Entzündungen,
  • genetische Veränderungen,
  • Hormonschwankungen,
  • das Alter und
  • die Gene

Bildet sich nun zu viel Melanin, dann sprechen Experten von einer sogenannten Hyperpigmentierung. Die Folgen sind eine ungleichmässige Färbung der Haut durch dunkle Flecken. Eine bestimmte Form dieser Pigmentierung nennt man Melasma.
Manchmal kommt es vor, dass sich ein Melasma über Nacht bildet, andere Formen prägen sich über mehrer Wochen oder sogar Monate aus. Ebenso bildet sich ein Melasma in vielen Fällen aber auch von alleine wieder zurück, zum Beispiel sobald sich der Hormonspiegel wieder stabilisiert.

Melasma in der Schwangerschaft

Da ein Melasma durch Hyperpigmentierung aufgrund von Hormonschwankungen ausgelöst werden kann, tritt dieses Leiden besonders häufig auch in der Schwangerschaft auf. Das ist auch der Grund, warum Melasma mitunter auch als „Schwangerschaftsmaske“ bezeichnet wird.

Die verschiedenen Formen eines Melasmas

Wichtig ist auch zu beachten, dass es verschiedene Arten von Melasmen gibt. Insgesamt sind drei Ausprägungen zu unterscheiden. Es gibt das dermale Melasma, das epidermale Melasma und eine Mischform aus beidem. Beim epidermales Melasma handelt es sich um eine braune Verfärbung. Diese grenzt sich stark von den umliegenden Hautpartien ab. Das epidermale Melasma tritt in der obersten Hautschicht auf.
Das dermales Melasma ist in tieferen Schichten in der Dermis zu finden. Bei dieser Form fällt vor allem die charakteristische blaugraue Färbung auf. Die Mischform stellt – wie der Name es schon sagt – eine Kombination aus dem dermalen und dem epidermalem Melasma dar. Sie hat eine Farbveränderung der Haut in Braungrau zur Folge. Wie auch das dermale Melasma ist dieses Melasma in den tieferen Hautschichten zu finden. Daher ist die Behandlung der Flecken in manchen Fällen etwas aufwendiger.

Geht von einem Melasma eine Gefahr aus?

Wer an seinem Körper ein Melasma entdeckt, der muss sich keine ernsthaften Sorgen über eine schlimme Erkrankunge machen. Denn die Melasmen sind nicht schädlich für die Gesundheit. Es handelt sich hierbei nur um eine kosmetische Einschränkung. Bei Muttermalen beispielweise sieht dies etwas anders aus, denn diese können im schlimmsten Fall zu einer Hautkrebserkrankung führen, wenn man sie zu starker UV-Bestrahlung aussetzt.
Die Pigmentflecken lassen sich bei kleinerem Mass leicht mit Schminke überdecken, bei grösseren Ausprägungen kann dies mitunter schwierig werden. Allerdings gibt es Möglichkeiten, durch vorbeugende Handlungen oder entsprechende Massnahmen einer Bildung der Melasmen entgegenzuwirken.

Ein Melasma professionell entfernen lassen

Wer sich durch ein Melasma zu stark eingeschränkt fühlt, der kann die Pigmentstörung der Haut auch professionell entfernen lassen. Dabei stehen Ihnen drei Arten der Behandlung zur Auswahl. Alle drei Optionen sind aber mitunter mit grossen Kosten verbunden. Darüber hinaus können sie invasiv sein.

  • Laserbehandlung. Eine effektive Behandlung des Melasmas gelingt mit einem Laser. Hier greifen die Experten auf Intense Pulsed Light zurück, kurz: IPL. Der IPL-Laser dringt dabei aber nur in die oberen Hautschichten ein. Liegen die Pigmenteinlagerungen tiefer, werden sie nicht erreicht.
  • Chemische Behandlung. Bei dieser Form der Behanldung tragen die Experten eine saure Lösung auf den verdunkelten Bereich auf. So lässt sich die jeweilige Hautschicht entfernen. Es bilden sich Blasen auf der Haut – und darunter kommt die hellere Haut durch.
  • Micro-Needling.Bei dieser Anwendung geht der Experte mithilfe eines Derma-Pens vor. Diser verfügt über viele kleine Nadeln, die beim Perforieren der Haut für ein Aufsprengen des Melanins sorgen. Durch diese Mini-Verletzungen wird ausserdem die Reproduktion der Haut angeregt. Bei grösseren betroffenen Bereichen sind mitunter mehrere Sitzungen nötig.

Nach allen drei Behandlungen sollten Sie direkte Sonneneinstrahlung möglichst meiden, da die Haut sehr empfindlich ist. Zu den Nebenwirkungen, die in manchen Fällen auftreten können, zählen unter anderem ein Brennen der Haut, Irritationen bis hin zu sehr schmerzhaften Entzündungen.

Wie geht man am besten selbst gegen ein Melasma vor?

Manche Frauen fühlen sich durch ein Melasma stark eingeschränkt. Dann ist es ratsam, aktiv gegen die Flecken vorzugehen. Das können Sie selbst von zu Hause aus erledigen. So empfehlen viele Experten, bei der täglichen Hautpflege auch auf Produkte mit Nicotinamid und Vitamin C zu verwenden. Diese Stoffe hemmen den Transport der Pigmentzellen effektiv. Gegen ein Melasma gehen Sie zum Beispiel mit einer Bleachingcremes, die Hydrochinon aufweist, vor. Auch mit Peelings auf Fruchtsäurebasis werden gute Ergebnisse erzielt. Bei diesen Anwendungen, wird die oberste Hautschicht sanft abgerieben, sodass nur die untere – hellere – Schicht zurückbleibt.
Das beste Mittel gegen Melasma ist aber einfach ein entspannter Umgang mit den Flecken. Wer sich mit den leichten Verfärbungen abfindet und diese ganz offen präsentiert, der tritt im Job und in der Freizeit selbstbewusst auf und hat dabei individuelle „Schönheitsflecken“. In Zeiten von Instagram und Co ist dieser offene Umgang mit den kleinen Makeln auch bei vielen Influencern weit verbreitet und damit ein echter Trend.