klassische Massage

Eine klassische Massage entspannt die Muskeln. Doch Tapotement, Effleurage und Co. haben noch weitere Effekte auf die Gesundheit. Wir verraten Ihnen, auf welche Weise sich eine klassische Massage positiv auf Körper und Geist auswirkt.

Was passiert bei einer klassischen Massage?

Eine klassische Massage setzt sich aus verschiedenen Massagegriffen zusammen. Wichtige Griffe sind Effleurage (Streichung), Tapotement (Klopfen), Friktion (Reibung) und Vibration. Die Massage beginnt mit der Effleurage, dem Ausstreichen der oberen Hautschichten. Beim Ausstreichen werden – mit wenig Druck und viel Hautkontakt – die Muskeln sanft nach aussen hin massiert. Der Körper erwärmt sich und die Muskeln werden lockerer. Mit der Durchblutung werden auch Stoffwechsel und Lymphfluss angeregt. Das Tapotement lässt sich sogar einsetzten, um Schleim in den Bronchien zu lösen.

Anschliessend finden Knetungen und Friktionen – kreisende Bewegungen auf der Haut – statt, welche die Muskeln in der Tiefe massieren. Abgerundet wird die klassische Massage durch Klopfungen und das Schütteln, bei dem die Muskeln ein letztes Mal gelockert werden.

Die klassische Massage löst Verspannungen

Beim Massieren wird die Durchblutung der Muskeln angeregt. Das hilft gegen von Muskelkater geplagte Beine und einen verspannten Rücken nach dem Training. Eine klassische Massage entspannt die Muskeln, aber auch die Bänder und die Gelenke. Sie hilft bei Verhärtungen in der Muskulatur und bei psychischer oder physischer Überlastung, wie sie bei beispielsweise infolge von Fehlbelastung im Alltag auftreten können. Durch eine Massage wird auf diese Weise auch Verletzungen vorgebeugt. Vor allem Sportler, die ihre Muskeln beim Training stark beanspruchen, profitieren von einer regelmässigen klassischen Massage.

Die klassische Massage ist eine Massage mit direkter Wirkung. Die Fussreflexzonenmassage zum Vergleich, hat eine reflektorische Wirkung, während die Thai-Massage sowohl direkt als auch indirekt wirken kann. Gemeinsam ist Massagen, welche die Haut, Muskulatur und das Bindegewebe beeinflussen. Die Beeinflussung findet durch Druck- oder Dehnungsreize statt und hat starke Auswirkungen auf Körper und Geist. Problematisch sind Massagen bei akuten Entzündungen, einem geschwächten Immunsystem, Hauterkrankungen oder offenen Wunden.

Massagen verbessern die Nachtruhe

Wenn Sie nach Feierabend angespannt und aufgekratzt sind, fällt auch das Einschlafen schwer. Eine klassische Massage hilft dabei, die Muskeln zu entspannen und geistig abzuschalten. Denn was dem Körper gut tut, ist auch gut für die Seele. Bei der Massage durch den Therapeuten wird zudem ein intimes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Nicht nur die Massage selbst, auch das damit verbundene Kümmern und Zuhören sind positiv für den Geist und die Seele.

Eine Massage hilft der Verdauung

Eine klassische Massage löst Verspannungen, hilft beim Einschlafen und ist Balsam für die Seele. Doch sie trägt auch zu einer guten Darmgesundheit bei. Das Massieren unterstützt die Verdauung und kann sogar Bauchschmerzen und Verstopfung lindern.

Eine Massage stärkt das Immunsystem. Durch die massierenden Bewegungen werden die Leukozyten – das sind die weissen Blutkörperchen – bei ihrer Tätigkeit unterstützt. Eine Massage hat aber auch einen ganz profunden Effekt: sie schüttet Glückshormone aus und baut dadurch Stress und Schmerzen ab. Das Glückshormon Oxytoxin wird in besonders grosser Zahl ausgeschüttet. Das macht Massagen zu echten Stimmungsaufhellern, die unterschiedlichen Situationen eingesetzt werden können.

Eine gute Massage heilt, pflegt und entspannt

Die Haut ist mit Millionen empfindlicher Nervenenden ausgestattet, die jeden Reiz an das Gehirn weitergeben. Der Reiz entsteht vor allem dann, wenn Haut auf Haut trifft – wie bei der klassischen Massage. Besonders wirksam ist diese, wenn der Körper zuvor ausreichend erwärmt wurde, zum Beispiel durch eine heisse Dusche oder einen Saunagang. Wenn Sie regelmässig von einem Therapeuten massiert werden, profitiert davon der ganze Körper.

Bei der Massage, die vom Arzt verordnet wird, handelt es sich meist um eine klassische Massage, auch schwedische Massage genannt. Die klassische Massage ist gesetzlich geschützt und umfasst ein klares Portfolio an Griffen und Einsatzgebieten.

Klassische Massage: Körper und Geist in Einklang bringen

Massagen gehören in vielen Kulturen fest zur Medizin. Hierzulande werden verschiedene Massage-Varianten angeboten, die eine Entspannung des Körpers oder ein exotisches Erlebnis zum Ziel haben. Die klassische Massage wurde inzwischen um Thai- oder Fussreflexzonenmassage ergänzt. Noch exotischer ist die Lomi-Lomi-Massage.

Wellness-Anwendungen haben natürlich vor allem die Entspannung des Geistes zum Ziel. Dazu gehören die Aromatherapie oder die Hot-Stone-Massage, bei welcher der Körper mit heissen Steinen massiert wird. Gemeinsam haben sie, dass sie sich aus ganz unterschiedlichen Techniken zusammensetzen können. Anders die klassische Massage, die überall gleich abläuft.

Übrigens: Öle, wie sie oft bei Massagen eingesetzt werden, machen die Haut geschmeidiger und haben keine Auswirkungen auf die Gesundheit des Körpers. Viele Therapeuten verzichten auf Öl, um bei der Massage mehr Halt zu haben und gezielter Zugreifen zu können. Verschiedene Aromaöle wie Lavendel oder Zitrusdüfte haben zudem positive Effekte auf die Entspannung. Manchmal werden warme Kissen, heisse Rollen oder der berühmte heisse Stein eingesetzt, um die Massage effektiver zu gestalten.

Die klassische Massage – vom Arzt verordnet

Die klassische Massage wird oft vom Arzt verordnet, wenn bestimmte Krankheitsbilder vorliegen, zum Beispiel Muskelkrämpfe oder eine Blockade in der Wirbelsäule. Menschen, die beruflich viel sitzen müssen, leiden oftmals unter Rücken- und Nackenschmerzen, die sich am besten durch eine Massage beheben lassen. Durch Kneten, Reiben oder Streichen werden Verspannungen gelöst und die Muskulatur aufgelockert.

Denn wer psychisch angespannt ist, verspürt meist auch eine körperliche Anspannung. Eine klassische Massage kann die körperliche Anspannung lösen und dazu beitragen, dass auch das Gemüt gelöster ist. Auch auf Menschen mit Depressionen können Massagen eine besänftigende Wirkung haben. Die Ursache für die positiven Effekte ist noch nicht abschliessend erforscht, zu vermuten ist jedoch, dass die massierenden Handgriffe auf vielfältige Weise in die körperlichen Prozesse eingreifen. Klar ist, dass eine Massage den Körper entspannt und dadurch ganz automatisch sowohl körperliche als auch seelische Beschwerden reduziert. Die klassische Massage empfiehlt sich vor allem nach einem anstrengenden Tag mit sportlicher Aktivität.