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Asien erfreut sich als Reiseziel grösster Beliebtheit. In Zeiten der Globalisierung und preiswerter Flüge ist der exotische Kontinent am anderen Ende der Welt zugänglich geworden. Insbesondere Studenten und junge Familien entscheiden sich immer häufiger dafür, nach Asien zu reisen und ein bisschen Abenteuerluft zu schnuppern. Kein Wunder: Ostsee und Mittelmeer büssen ihren Reiz ein neben den tropischen Paradiesstränden der Südsee.

Asien lockt mit andersartigen Kulturen und Religionen, die von westlichen Einflüssen unberührt sind. Geheimnisvolle Schreine und Tempel, unberührte Urwälder mit farbenfroher Flora und Fauna, verführerisch duftende Gewürze und mystische Musik – Asien fasziniert mit seiner Fremdartigkeit. Lassen Sie sich inspirieren von den schönsten Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps für Ihre Asienreise.

Das monumentale Tigernest-Kloster in Bhutan

Das Königreich Bhutan, das Land des Donnerdrachens, liegt fast gänzlich im Himalaya. Es grenzt an Indien und Tibet und ist fast gänzlich von Wald bedeckt. Wahrzeichen des Königreichs ist das buddhistische Tigernest-Kloster, das 1692 erbaut wurde. Das massive Bauwerk trotzt in einer Höhe von 3.120 Metern Wind und Wetter und ist zu Fuss nur schwer zugänglich. Aber die Mühe wird belohnt, denn oben angekommen bietet sich ein beeindruckendes Panorama des Himalaya. Ein Muss für alle, die nach Asien reisen.

Die Verbotene Stadt im Herzen Pekings

Die Verbotene Stadt ist ein Teil der chinesischen Metropole Peking. Sie zu betreten, ist wie ein Ausflug in vergangene Zeiten. Einst residierten hier die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien mit ihren Familien, doch im Zuge der chinesischen Revolution unter Mao musste der letzte Kaiser sein Amt niederlegen.

Seit 1924 ist die Verbotene Stadt daher auch für die Bevölkerung und den Tourismus geöffnet. Das Gemäuer der vielen Paläste, aus denen die Verbotene Stadt sich zusammensetzt, sind aus schimmerndem Rot, ihre Dächer mit gelben Ziegeln gedeckt. Zum Teil sind sie sogar vergoldet, da Gelb und Gold die Farben der chinesischen Kaiser waren.

Rangun in Myanmar als Städtehighlight

Einer der beliebtesten Tipps, wenn Sie nach Asien reisen, ist die Stadt Rangun in Myanmar, die offiziell aber Yangon heisst. Bis 2005 war dies die Hauptstadt Myanmars. Hier reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste. Die bekannteste ist wohl die Shwedagon-Pagode, ein buddhistischer Schrein von 98 Metern Höhe, der vollständig mit Blattgold bedeckt ist. Angeblich sind noch Teile der Pagode erhalten, die aus dem 5. Jahrhundert vor Christus stammen. Auf dem Kandawgyi-See liegt das Karaweik-Schiff, die königliche Barke, vor Anker. Im Englischen heisst es Karaweik Palace und wer einmal vor dem prachtvollen schwimmenden Bauwerk stand, versteht warum.

Angkor Wat – Tempelanlage in der Region Angkor/Kambodscha

In der Region Angkor/Kambodscha befindet sich die historische Tempelanlage Angkor War. Sie ist das grösste und bekannteste Nationalsymbol der Khmer-Kultur, die in Kambodscha beheimatet ist. Im 12. Jahrhundert erbaut, repräsentierte Angkor Wat die Glaubensrichtung des Khmerkönigs Suryavarman II., den Vishnuismus.

Die geschichtsträchtigen Bauwerke sind wunderschön anzusehen mit ihren reich verzierten Gemäuern aus Sandstein, verspielten Türmen, die an Lotusblüten erinnern und den steinernen Tänzerinnen an den Wänden. Ein Tipp: Besuchen Sie Angkor Wat am frühen Morgen, um einen unvergleichlichen Sonnenaufgang zu erleben.

Ballonfahrt über Bagan

Auch Bagan ist eine Stadt in Myanmar, genauer gesagt eine einstige Königsstadt. Wenn Sie nach Asien reisen, ist Myanmar ein empfehlenswertes Ziel, da es vom Tourismus noch nicht überflutet ist. Seit 2002 befindet sich Bagan mit seinen unzähligen Tempeln, Pagoden, Palästen und geheimnisvollen Ruinen in Verhandlungen, um UNESCO-Weltkulturerbe zu werden. Am besten lässt sich das faszinierende Panorama mit einer Ballonfahrt über der Stadt geniessen. Nur so eröffnet sich dem Auge der atemberaubende kilometerlange Anblick der einzigartigen rötlichen Bauwerke zwischen dem Grün der Bäume.

Borobudur auf Java in Indonesien

Die Wiederentdeckung Borobudurs ist eine faszinierende Geschichte. Das grösste buddhistische Monument der Welt war lange Zeit unter der Asche eines Vulkanausbruchs bedeckt, bis es im 19. Jahrhundert unter dem damals britischen Gouverneur Javas entdeckt wurde. Errichtet wurde der kolossale buddhistische Tempel im 8. und 9. Jahrhundert unter der Syailendra-Dynastie.

Vermutlich wurde er im 15. Jahrhundert aber wieder verlassen und vergessen. Bei einem Besuch von Borobudur erklimmen Sie die vielen Stufen des Bauwerks bis ganz nach oben und haben von dort eine wunderschöne Aussicht auf die Berge und Wälder des Umlands.

Die alpinen Dörfer Shirakawa-go und Gokayama in Japan

Eine Sehenswürdigkeit der etwas anderen Sorte sind die kleinen, in den japanischen Alpen gelegenen Dörfer Shirakawa-go und Gokayama. Hier leben die Bewohner tatsächlich vom Rest der Welt abgeschieden. Bekannt und deshalb einen Besuch wert sind die Dörfer wegen ihrer Gassho-Zukuri-Häuser. Gassho-Zukuri heisst „gebaut wie betende Hände“. Diesen Namen erhielten die Häuser, da die spitzen Strohdächer an die zum Gebet gefalteten Hände buddhistischer Mönche erinnern.

Das Besondere an ihnen ist jedoch, dass in ganz Japan keine vergleichbar konstruierten Häuser zu finden sind. Auch daher wurden die Dörfer zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Während die Gassho-Zukuri-Häuser 300 Jahre zählen, bestehen die Dörfer Shirakawa-go und Gokayama schon seit dem 11. Jahrhundert.

Aufgrund ihrer gebirgigen Lage und strenger Witterung waren die Dörfer immer schon schwer zugänglich. Dadurch blieben die Dorfbewohner unter sich und entwickelten ganz eigene Traditionen und Lebensweisen, die in Japan einzigartig sind.

Der untertauchende Drache der Halong-Bucht in Vietnam

Der Name der Bucht lautet auf Vietnamesisch Vịnh Hạ Long, was soviel wie „untertauchender Drache“ bedeutet. Der Legende nach riefen die Götter den in den Bergen lebenden Drachen um Hilfe, als das Land bedroht wurde. Daraufhin durchpflügte der Drache das Land vor der Küste mit seinem Schwanz und überflutete es, als er ins Meer abtauchte. Die dadurch entstandenen unzähligen Felsen bewahrten das Land davor, von seinen Feinden angegriffen zu werden.

Heutzutage ist die Halong-Bucht eines der beliebtesten Ausflugsziele für Touristen und entsprechend überfüllt. Auf dem offenen Meer aber lichten sich die Massen an Menschen und Dschunken und erhabene Stille kehrt ein. Es lohnt sich, eine Bootsfahrt mit Übernachtung zu buchen, denn an den teils mehreren hundert Meter hohen Felsen kann man sich kaum sattsehen.